Erinnert ihr euch noch an SuSE Linux 6?
Ja, genau das. Das mit den handbuchdicken Anleitungen und CDs im Karton. Das System, bei dem man den Monitor noch mit Angstschweiss auf der Stirn konfiguriert hat, in der Hoffnung, dass die Bildwiederholfrequenz ihn nicht grillt. Das war mein Einstieg in die Linux-Welt vor zig Jahren.
Meine Reise ging damals quer durch den Garten: Von SuSE über die harte Schule von Slackware bis hin zu Red Hat. Ich habe kompiliert, geflucht, gelernt – und irgendwann wurde es still. Der Alltag kehrte ein, Windows und macOS funktionierten einfach, und der „OS-Nerd“ in mir legte sich schlafen.
Aber vor kurzem ist er aufgewacht.
Kennst du diese plötzliche „Frickellaune“? Wenn du einfach Lust hast, Hardware zu nehmen und Software draufzuwerfen, die da eigentlich nicht hingehört? Genau das ist passiert.

Ubuntu auf einem Apple MacBook Air
Mein Opfer: Ein altes Apple MacBook Air. Das kleine Ding ist eigentlich zu schade für den Elektroschrott, aber für modernes macOS zu alt. Also dachte ich mir: Back to the roots. Ich habe ein Standard-Ubuntu installiert. Und was soll ich sagen? Als „Freizeit-Netbook“ ist das Gespann genial. Alles läuft, es ist flott, und das alte Bastler-Herz schlug wieder höher.
Vom Spieltrieb zum Daily Driver: Omarchy auf dem Lenovo Thinkbook
Das MacBook war nur der Appetithappen. Ich war angefixt. Während meiner Recherche, wie sich Linux heute so schlägt, bin ich auf Omarchy gestossen. Das klang zu spannend, um es zu ignorieren.

Omarchy wird auf einem Lenovo Thinkbook installiert
Also habe ich den nächsten Schritt gewagt: Mein aktuelles Thinkbook. Hier wollte ich keine halben Sachen, aber auch (noch) nicht komplett auf Sicherheit verzichten. Das Ergebnis ist ein Dual-Boot-System: Windows 11 auf der ersten und Omarchy auf der zweiten Festplatte für den Spass – und mittlerweile für fast alles andere.
Mein Fazit: Wow.
Ich bin ehrlich begeistert, wie weit Linux in den Jahren meiner Abwesenheit gekommen ist.
- Kein stundenlanges Gefrickel mehr.
- Oberflächen, die moderner aussehen als das, was Redmond und Cupertino liefern.
- Eine Performance, die meine Hardware aufatmen lässt.
Wenn du also auch noch Erinnerungen an Slackware-Zeiten hast und dich fragst, ob sich ein Blick heute noch lohnt: Tu es. Der Pinguin ist erwachsen geworden. Und er macht verdammt viel Spass.
Habt ihr ähnliche „Rückfall“-Erfahrungen? Auf welcher Distro seid ihr gerade hängengeblieben?

Darktable als Lightromm-Ersatz

Omarchy mit der Hyprland-Oberfläche

Omarchy Linux
Und falls du neugierig geworden bist und mehr über Omarchy erfahren willst:
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