Digitale Souveränität. Das Thema ist gerade hochaktuell, es wird diskutiert, gewarnt und gepredigt. Mich persönlich tangiert das ehrlich gesagt nur peripher. Warum? Weil mir meine Daten schlichtweg egal sind.
Der stetige Kampf gegen die Windmühlen
Ich habe mittlerweile einen Status und ein Alter im Leben erreicht, wo mir gleichgültig ist, was mit den Daten passiert, die ich Google in den Rachen werfe. Ich bin der Meinung, dass ich meine IT und meine Google-Settings soweit abgesichert habe, dass es für mich irrelevant ist, was der Konzern weiss oder was er damit anstellen könnte. Apple nutze ich ausser für iMessage kaum noch proaktiv. Mein digitales Leben läuft über Google Workspace. Sicher, meine Gesundheitsdaten liegen bei Garmin, aber hey ... viel Spass damit. WhatsApp: Irrelevante Daten ... soll Zuckerberg mit glücklich werden. Wenn man konsequent sein will: Geht man offline und schreibt Briefe - besser: man trifft sich draussen!
Zudem finde ich die Diskussion oft scheinheilig: Wir wollen alle modernen Annehmlichkeiten nutzen, aber nichts dazu beitragen. Denkst du, die Live-Traffic-Daten in Google Maps fallen einfach so vom Himmel? Ich schätze dieses Feature sehr. Darum kann Tesla (und in dem Fall Google) gerne wissen, wo ich gerade unterwegs bin. Das ist der Deal.
Aber das wird schon wieder zu politisch. Der Punkt ist: Ich bin in dem Alter, in dem ich Dinge schätze, die einfach funktionieren und mich im Alltag unterstützen.
Und genau so kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Posts: Tiny Tiny RSS.
Nach dem Aus von Google Reader sind die meisten von uns zu Feedly gewechselt. So auch ich. Und das endet heute. Feedly wurde in letzter Zeit immer grösser, aufgeblähter und mühsamer zu ertragen (AI Features hier, Pro-Abo da). Bei vielen Bloggern und Tech-Nerds las ich immer wieder, dass sie ihre eigenen RSS-Feed-Server selbst hosten. Heute Morgen habe ich den Schritt auch gewagt.
Ich habe auf eine meiner Synology NAS nativ Tiny Tiny RSS installiert. Der Prozess war erfrischend geradlinig: Installation, OPML-Export von Feedly, Import in die eigene Instanz. Ich habe es getestet, für gut befunden und fertig eingerichtet.
Es tut, was es soll. Ohne Schnickschnack, ohne Bloatware, ohne externe Abhängigkeit. Die Aktion war zudem ein willkommener Anlass, die alten Feeds endlich mal wieder gründlich auszumisten.
Es geht mir hier nicht um den theoretischen Datenschutz (auch wenn es sich gut anfühlt). Es geht darum, dass ein Werkzeug wieder genau das macht, für das es da ist: funktionieren.


Kommentare: 0
Interesse an einer Diskussion? Schreibe einen Kommentar. ▼