
Ich habe den freien Tag genutzt, um mich abzulenken (du weisst schon: die Diagnose, das Warten und der grosse Termin, der ansteht). Und was gibt es Nerdigeres, als die Idee umzusetzen, alle 1678 Beiträge vom alten WordPress zu Datenstrom Yellow zu migrieren?
Es war eine Flucht in den Code, weg von den Gedanken, hin zur Logik. Mit drei verschiedenen KIs im ständigen Wechsel (wenn eine nicht weiterwusste, oder Fehler machte, musste die nächste ran) und etwas Zeit ist der Umzug jetzt zu 90% fertig.
Das hier ist kein technischer Deep-Dive, sondern eher ein Logbuch des Wahnsinns – falls jemand fragt, was ich den ganzen Tag gemacht habe.
Der Schlachtplan
Der Weg von einer aufgeblähten WordPress-Installation hin zu statischen Markdown-Files ist steiniger, als man denkt.
- Der Export: Alles fing mit dem klassischen XML-Export aus WordPress an. Eine riesige Textdatei, die 13 Jahre Blog-Geschichte enthält.
- PHP als Übersetzer: Wir haben mehrere PHP-Scripte gebaut, das dieses XML-Monster parst und in saubere Markdown-Dateien für Yellow umwandelt. Die Hürden waren zahlreich: Kaputte Encodings, seltsame Sonderzeichen und HTML-Salat, der bereinigt werden musste.
- Das Bilder-Drama: Der Text war da, aber die Bilder fehlten. Also bauten wir ein Script, um die Bilder nachzuladen. Klassischer Anfängerfehler: Im ersten Durchlauf haben wir aus Versehen nur die Thumbnails (Vorschaubilder) gezogen. Also alles auf Anfang und das Script so umgebaut, dass es die hochauflösenden Originale vom Server kratzt. Ergebnis: 18.485 Fotos wurden erfolgreich kopiert.
- Die Bilanz: Von den ursprünglich 1678 Artikeln konnten wir 1600 erfolgreich retten. Die fehlenden Artikel waren teilweise schon im Original kaputt – meine alte WordPress-Installation hat über die Jahre unter unzähligen Plugins und Theme-Wechseln so sehr gelitten, dass das Backend bei manchen Beiträgen nur noch Fehler auswarf.
Wo es noch hakt
Ganz ohne Beulen ging es dann doch nicht: Beim automatischen Umschreiben der internen Verlinkungen gab es einen Logikfehler im Script. Da muss ich noch mal ran und den "Suchen & Ersetzen"-Hammer schwingen. Auch stimmt das Encoding hier und da nicht nicht.
Was bleibt, ist die Erkenntnis: Ich habe wieder unglaublich viel gelernt. Und ich bin dankbar, dass es KI-Tools gibt, die einem bei solch monotonen, aber komplexen Aufgaben als Sparringspartner zur Seite stehen.
Das System ist jetzt fast sauber, schnell und gehört wieder mir – kein Datenbank-Ballast mehr, nur Textdateien und ich. Genau die Ablenkung, die ich heute gebraucht habe.
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