Zurück im Tunnel

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Der erste Arbeitstag ist vorbei.

Und nein – er war nicht leicht. Das war aber auch keine echte Überraschung.

Schon das frühe Aufstehen hatte etwas Brutales. Der Wecker klingelte, draussen war es noch dunkel, und die Couch sah beim zweiten Kaffee verdächtig nach Verdrängung aus. Kurz dachte ich: Vielleicht einfach heute nicht. Aber so funktioniert das mit dem Alltag eben nicht.

Nach dem obligatorischen „Frohes Neues“ – dieses Jahr etwas trockener, etwas leiser – war ich erstaunlich schnell wieder im Tunnel. Termine, Mails, To-dos. Ich habe versucht, möglichst „normal“ zu sein. Was auch immer das gerade heissen soll.

Es fiel auf. Ich fiel auf.

Ich war nicht der lustige Oliver. Nicht der, der auch an einem Montag noch einen Spruch übrig hat. Und das ist okay. Trotzdem habe ich mein Team per Mail über die Umstände informiert und um Verständnis gebeten. Keine Details. Kein Drama.

Und dann passierte etwas Gutes: Ehrliche gemeinte Hilfsangebote. Es gab Gespräche. Ruhige Gespräche. Kein Mitleid, kein Wegschauen. Einfach Menschlichkeit. Das hat gut getan. Mehr, als ich erwartet hätte.

Ich mag mein Team. Wirklich. 🙌

Jetzt sitze ich hier, der Tag ist vorbei, der Kopf müde, das Gedankenkarussell aber immer noch ziemlich aktiv. Der Mittwoch rückt näher. Dieses Datum steht wie ein Fixpunkt im Raum, auch wenn ich versuche, ihn nicht ständig anzusehen.

Aber heute war ein erster Schritt zurück in die Spur. Wackelig. Unperfekt. Aber ehrlich.

Und das reicht für den Moment.

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