Alle reden gerade über KI-Agenten wie OpenClaw. Programme, die nicht nur antworten, sondern handeln: Mails schreiben, Kalender pflegen, Projekte managen. Klingt nach Sci-Fi. Oder nach Feierabend mit Kaffee.
Ich habe mir das angeschaut. Wow, aber ziemlich schnell gemerkt: Nein, danke.
Damit so ein Agent „funktioniert“, braucht er Vollzugriff. Admin-Rechte. Alles sehen, alles lesen, alles ändern. Im Video dann der freundliche Hinweis: Bloss nicht auf dem eigenen Rechner laufen lassen. Zu gefährlich. Stattdessen Server mieten, Firewalls bauen, SSH-Keys pflegen. Eine digitale Gummizelle für Skynet die KI.
Und genau da bin ich raus.
Ich nutze Technik, um mein Leben einfacher zu machen – nicht um nebenbei Sicherheitsexperte zu werden. Wenn ich Angst haben muss, dass mein Assistent auf eine manipulierte Mail reinfällt und Chaos anrichtet, ist der Nutzen für mich dahin. Ganz abgesehen von Kosten, Unberechenbarkeit und Code, den am Ende niemand mehr wirklich versteht.
Mag sein, dass das die Zukunft ist. Für Bastler, Enthusiasten und Leute mit starken Nerven. Ich bleibe lieber bei simplen, dummen Automatisierungen. Die machen genau das, was ich will. Nicht mehr. Nicht weniger.
Die Büchse der Pandora? Die bleibt bei mir erstmal zu.
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