Magische Reise ins Alte Ägypten
Tutanchamun Immersiv – Die Schätze des Pharaos
Am Ostersonntag, dem 20. April 2025, verschlug es uns in die Lichthalle MAAG im Herzen Zürichs, wo seit dem 29. November 2024 die immersive Ausstellung TUTANCHAMUN – Die Schätze des Pharaos zu sehen ist.
Bereits beim Betreten der weitläufigen Industriehalle wurde ich von einer stimmungsvollen Klanglandschaft empfangen, die mich unmittelbar in die Zeit der Pyramiden entführte.
In der einzigartigen Multimedia-Inszenierung reist man buchstäblich 3 400 Jahre zurück an die Ufer des Nils: Rundumprojektionen zeigen fruchtbare Auen, endlose Wüsten und die prächtigen Monumente des alten Ägypten. Besonders eindrücklich war die Virtual-Reality-Experience, in der ich mich plötzlich selbst im Tal der Könige wiederfand und, wie Howard Carter bei seiner legendären Entdeckung 1922, auf die *nahezu unberührte****** Grabkammer Tutanchamuns stiess.
Trotz des Feiertags herrschte eine entspannte Atmosphäre: Die Ostersonntagsführung war gut besucht, aber nie überfüllt, sodass man die Kunstwerke und digitalen Effekte in Ruhe betrachten konnte. Die Kombination aus grossformatigen Projektionen, räumlichem Sound und interaktiven VR-Stationen macht das Erlebnis nicht nur lehrreich, sondern auch emotional mitreissend.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. Juli 2025 – ein perfekter Ausflugstipp für alle, die Geschichte mit allen Sinnen erleben möchten. Ob mit der ganzen Familie, als Date oder einfach solo: Die Tutanchamun Immersiv-Show bleibt lange in Erinnerung.















* Es gibt belastende Hinweise – aber kein endgültiges Urteil: Mehrere zeitgenössische und spätere Quellen belegen, dass Howard Carter heimlich in die Grabkammer eindrang und Objekte entnahm The GuardianJerusalem Post. Ob er dabei primär konservatorische Motive verfolgte oder persönliche Bereicherung im Sinn hatte, ist bis heute Gegenstand kontroverser Diskussionen.
1. Hinweise aus unveröffentlichten Briefen
- In einem 2022 erstmals publizierten Brief des britischen Philologen Sir Alan Gardiner, den Ägyptologe Bob Brier in seinem Buch vorstellte, wird Carter vorgeworfen, ihm ein sogenanntes „whm-Amulett“ übergeben zu haben, das eindeutig aus Tutanchamuns Grab stammt The Guardian.
- Auch die Jerusalem Post berichtet, dass Carter und einige seiner Mitarbeiter noch vor der offiziellen Öffnung heimlich in die Grabkammer eingedrungen sein sollen und Gegenstände – unter anderem Schmuck – ohne Registrierung entnommen und später sogar an Freunde verschenkt haben (etwa an Sir Bruce Ingram) Jerusalem Post.
2. Zeitgenössische Beobachtungen und Befunde
- Bereits 1947 notierte Alfred Lucas in einer Fachzeitschrift, Carter habe heimlich das Siegel der Grabkammer gebrochen, die Kammer betreten, erneut versiegelt und dabei Artefakte an sich genommen The Guardian.
- Bei einer Inspektion durch eine ägyptische Regierungskommission entdeckte man einen hölzernen Kopf Tutanchamuns in Carters Lagerraum, der in keinem seiner offiziellen Aufzeichnungen aufgeführt war – Carter behauptete, er habe den zerbrechlichen Fund lediglich gesichert, um ihn nicht zu beschädigen Wikipedia.
3. Kein abschließendes Urteil
- Bis heute gab es keine formelle Anklage oder Verurteilung; Carter selbst stritt jede vorsätzliche Bereicherung ab und führte an, er habe Artefakte nur vorübergehend zum Schutz vor Beschädigung beiseitegeschafft WikipediaThe Guardian.
- In Fachkreisen bleibt umstritten, ob Carter aus rein wissenschaftlichem Interesse oder aus Eigennutz handelte – die Indizien sind stark, doch eine endgültige juristische Klärung fehlt.
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