Erinnerst du dich noch an die Zeit, als Flickr der Hotspot für Fotos und WinAMP der Player deiner MP3s war und man seinen ICQ- oder AIM-Status mit dem aktuell gehörten Song schmückte? Das waren noch Zeiten!
Genau in diese Ära fällt auch meine erste Begegnung mit Last.fm, einer Plattform, die damals das Scrobbling populär machte. Für Musikliebhaber wie mich, die schon immer wissen wollten, was sie eigentlich am meisten hören, war das einfach genial. Doch wie das so ist, geriet Last.fm irgendwann in Vergessenheit – bis jetzt!
Ein Zufallsfund und die Nostalgie des Scrobblings
An einem verregneten Nachmittag bin ich über einen Blog gestolpert, der mich sofort neugierig gemacht hat: Der Blogger zeigte dort in Echtzeit, welche Musik er gerade hörte. Das löste bei mir nicht nur eine Welle der Nostalgie aus, sondern auch den Drang, so etwas ebenfalls umzusetzen. Es erinnerte mich stark an die guten alten Zeiten, nur eben moderner und integrierter.
Glücklicherweise habe ich die perfekte Ausgangsbasis für mein Vorhaben: Ich höre 99% meiner Musik über meinen lokalen Emby-Server. Und wie es der Zufall so wollte, gab es für Emby auch ein Last.fm-Plugin. Das war quasi das Signal: Es ist Zeit für ein Comeback!
Last.fm reloaded: Scrobbling vom Feinsten
Gesagt, getan! Ich habe mich kurzerhand erneut bei Last.fm registriert, das Plugin in Emby aktiviert und schon konnte das Scrobbling beginnen. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Scrobbling bedeutet einfach, dass jeder Song, den du hörst, automatisch bei Last.fm registriert und deinem persönlichen Hörverlauf hinzugefügt wird. Das Ergebnis ist eine unglaublich detaillierte Statistik über deine musikalischen Gewohnheiten.

Alte Gewohnheiten leben wieder auf: CDs rippen wie damals (™)
Und weil die nostalgischen Vibes schon voll da waren, habe ich gleich noch einen Schritt weitergedacht: Wenn schon digitaler Musikgenuss, dann auch richtig! So habe ich mir kurzerhand ein paar neue (gebrauchte) CDs geschnappt, gerippt und in Musikbibliothek importiert. Genau wie damals, als man seine Lieblingsalben mühsam digitalisiert hat, um sie immer und überall dabeizuhaben. Es ist ein tolles Gefühl, diese physischen Schätze wieder ins digitale Leben zu holen und sie nun auch scrobbeln zu können.
Die Freude am Datenmeer: Was Last.fm alles verrät
Die Implementierung der „Höre gerade“-Anzeige auf meiner Blog-Startseite war dank der Hilfe von Gemini relativ schnell und unkompliziert umgesetzt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie mächtig KI-Tools sein können, wenn es darum geht, technische Hürden zu überwinden.
Als jemand, der Statistiken liebt, freue ich mich jetzt schon riesig auf das, was Last.fm mir in den kommenden Wochen und Monaten alles präsentieren wird. Welche Künstler höre ich am häufigsten? Welche Songs laufen bei mir rauf und runter? Welche Genres dominieren meine Playlists? All diese Fragen werden bald detailliert beantwortet sein.
Es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich mein Musikgeschmack über die Jahre entwickelt hat und welche neuen Entdeckungen ich machen werde, basierend auf meinen eigenen Hörgewohnheiten. Last.fm ist für mich nicht nur ein Nostalgie-Trip, sondern auch ein mächtiges Tool zur Musikentdeckung und -analyse.
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