Der letzte Abend am See: Wehmut, Stille und die Angst vorm Hamsterrad
Die letzten Tage eines langen Urlaubs haben immer eine ganz eigene Melodie. Eine Mischung aus Genuss und Abschied.
Um die Zeit noch einmal voll auszukosten, waren wir am Vormittag im Björnnäsets Naturreservat spazieren. Noch einmal diesen Duft des Waldes einatmen, noch einmal diese besondere Stille aufsaugen, die es so nur hier zu geben scheint.
Den Abend verbrachten wir an meiner Lieblingsstelle am Åkebosjön. Ein letztes Mal ein kleines Lagerfeuer machen, aufs Wasser schauen und einfach nur sein. Die Szene war wieder mal perfekt, fast schon kitschig schön. Doch bei aller Schönheit schlich sich unweigerlich ein anderes Gefühl ein: Wehmut.
Mit jedem Blick über den stillen See wurde der Gedanke an die Rückkehr lauter. Die Angst vor dem Hamsterrad, das zu Hause wartet. Die Frage, wie man dieses Gefühl von Freiheit und Ruhe nur wenige Tage konservieren kann, bevor einen der Alltag wieder hat. Wie soll es weitergehen?
Eine Antwort haben wir an diesem Abend nicht gefunden. Aber wir haben die Erinnerung an diesen friedlichen Abend am See mitgenommen.
Für den Moment zählte aber nur das hier: das Knistern des Feuers, der letzte Blick über den See. Ein Moment der Stärke und Ruhe, von dem wir noch lange zehren müssen. Ein Bild gegen das Grau und den Stress des Alltags.
PS: Wusstest ihr, das Kraniche schwimmen können? Ich auch nicht …
















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