Da fällt einem ja sprichwörtlich ein Stein vom Hoden

Entwarnung aus dem Maschinenraum: Viel Lärm um (fast) nichts
Heute gab es einen von Schweden aus geplanten Ausflug zum Urologen. Der Anlass war weniger erfreulich: Schmerzen im "Gemächt".
Wer meine Vorgeschichte und die aktuell Krebsdiagnose kennt, weiss genau, was in so einem Moment passiert. Das logische Denken verabschiedet sich in die Pause, und das Kopfkino startet sofort den Katastrophenfilm in Überlänge. Jedes Zwicken wird gedanklich sofort zum Weltuntergang. Man geht nicht einfach nur zum Arzt, man geht zur Urteilsverkündung.
Aber ich mache es kurz: Entwarnung.
Die Frau Doktor hat geschaut, geschallt und den Kopf geschüttelt – im positiven Sinne. Kein Hodenkrebs. Nichts Bösartiges. Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, hat wahrscheinlich ein Loch in den Praxisboden geschlagen.
Die Diagnose ist stattdessen eine bunte Mischung aus dem urologischen "Vielleicht-Topf": Ein bisschen Entzündung, vielleicht eine kleine Zyste, eventuell Phantomschmerzen. Die wahrscheinliche Hauptursache? Stress.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass mein Körper mir durch Schmerzen im Schritt mitteilen möchte, dass ich mich entspannen soll. Die Therapie besteht nun aus Ibuprofen und "Stressbeseitigung".
Ich werde also die Pillen nehmen, und versuchen, mich nicht darüber zu stressen, wie man am besten Stress beseitigt.
Passt auf euch auf.
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